Da sich unsere Richtlinien und Qualitätskriterien für die Produktion der Kollektionen im Laufe der Jahre weiterentwickelt haben, ist die Richtlinienseite chronologisch aufgebaut und die jüngste Entwicklung wurde an den Anfang der Seite gesetzt.
(2006)
Jetzt endlich (Juli 2006) ist der GTS (global textile standard) in einer vorläufigen Version veröffentlicht worden. Leider ist es jetzt nicht mehr möglich die aktuelle Winterkollektion oder die kommende Sommerkollektion in das neue Labelsystem mit einzubeziehen. Für ein Modelabel ist es extrem schwierig geworden, die ständig wechselnden Modelle aus wechselnden Materialien ökologisch zu zertifizieren. Auf Grund dessen konnten wir zum Winter 2006 nur 2 Materialien nach IVN-Better labeln, zum Sommer 2007 gibt es kein Material mit BETTER-Label.
(2005)
Im Zuge der Anpassung des IVN-Standards an internationale Standards (Stichwort: global standard) ist es im Augenblick schwierig abzusehen was in Zukunft (ab 2006) zertifizierbar sein wird und was nicht. Insbesondere für das Label „BETTER“ des IVN besteht für uns im Augenblick keine hinreichende Sicherheit, eine Aussage dahingehend zu treffen, welche Materialien aus dem Bereich der DOB (Damenoberbekleidung) ab Sommer 2006 mit Better-Label ausgeliefert werden können. Deshalb hat Consequent beschlossen, bis zur endgültigen „Global-Standard“-Fassung der Richtlinien KEIN IVN-Label zu beantragen. An der Produktionsweise der Consequent-Stoffe und Modelle ändert sich dadurch jedoch nichts.
(2003)
Im Sommer 2003 haben ca. 98% der Modelle das Label „BETTER“ erhalten, im Winter 2003 waren es 24% der Modelle.
Es existiert heute eine Internet-Datenbank, aus welcher der interessierte Endverbraucher, über einen auf dem Label aufgedruckten Code, sämtliche ökologisch relevanten Daten wie: Zusammensetzung, enthaltene Garne/Zubehör, Herstellungsland etc. des jeweiligen Produktes entnehmen kann. Die Datenbank ist erreichbar über unsere Website www.consequent.info (Menupunkt „Ökologie“) und über www.naturtextil.com. (Die Datenbank wurde leider 2004 aus dem Netz genommen)
Informationen darüber, welche Materialgruppen gelabelt werden können, finden sich in den jeweiligen Orderpreislisten. Die Vergabe hängt nicht nur von der ökologischen Qualität der Produktionen ab, sondern auch von der Organisationsstruktur der an der Produktion beteiligten Unternehmen
(Auch wenn alle Kriterien für eine Labelvergabe nachgewiesenermaßen erfüllt sind, kann diese daran scheitern, dass ein Ausrüstungsbetrieb nicht IMO-zertifiziert ist, auch wenn er IVN-Mitglied ist und nach IVN-Kriterien arbeitet. Die Zertifizierung ist notwendig um den Warenfluss der ökologischen Materialien überprüfbar zu machen. Leider sind manche Betriebe, auf die wir zur Produktion unserer Kollektionen dringend angewiesen sind aus Kostengründen nicht bereit diese Zertifizierung durchführen zu lassen. Wir bemühen uns weiterhin um eine möglichst vollständige Produktion unter einem IVN-Label.
Um eine interessante, attraktive Kollektion, die auch beim Endverbraucher Gefallen findet, zu kreieren muss eine Firma jedoch auch in der Lage sein Kompromisse zwischen Ökologie, Attraktivität und Qualität zu finden. Wenn manche Materialien nicht in „IVN“-Qualität zu erhalten sind, oder es technisch unvernünftig ist mit ihnen zu arbeiten (z.B. mit reinem Baumwollnähfaden da diese nach einigen Wäschen stark an Haltbarkeit verlieren), muss es ausreichen diese in einer bestmöglichen ökologischen Qualität zu produzieren.
Die Transparenz des Produktes muss jederzeit gewährleistet sein, d.h. eine Deklaration von „unökologischen“ Materialien muss stattfinden. Auch wenn der Gesetzgeber Beimischungen von 5-24% im Obermaterial nicht ausdrücklich deklarationspflichtig gemacht hat, werden Sie in Consequent-Textilien diese erwähnt finden. Zu denken ist hier z.B. an das „Elasthan“ (nicht IVN-tauglich), das in manchen Modellen für Tragekomfort und Design des Kleidungsstückes unverzichtbar ist oder an die Verwendung von kbA-Baumwolle im Rücken eines „Doubleface“. (dieser könnte ohne rechtliche Bedenken auch aus bis zu 49% Polyester bestehen und dieses müsste nicht ausdrücklich erwähnt werden).
Alle von uns verwendeten Materialien entsprechen mindestens dem „ÖkoTex Standard 100“, die meisten werden nach IVN-BETTER produziert und verarbeitet, auch wenn das Endprodukt kein IVN-Label hat, ein großer Teil, zumindest der Sommerkollektion ist gelabelt.
Als gesetzliches Manko zum jetzigen Zeitpunkt (06/03) sehen wir z.B. das Verbot, Textilien aus kbA (also kontrolliert biologischem Anbau) nicht als solche zu kennzeichnen. Eine Bezeichnuung 100% kbA-Baumwolle oder 100% kbA-Leinen darf nicht verwendet werden!
(2002)
Die Zwischenkollektion Winter 2001 wird zu 98% (Material 2...89 Wolle/kbA-Leinen-Singel) und die Sommerkollektion 2002 zu ca. 95% (Materialien 2...32, 2...43 beides Leinengewebe, 2...60 Leinensingel kbA, 2...82 Baumwollsingel kbA) mit IVN-BETTER gelabelt.
Die Zwischenkollektion Juli 2002 wird zu 100% (Material Wolle/kbA-Leinen-Singel 2...88) aus Modellen mit IVN-Label BETTER ausgeliefert. Aus der Hauptkollektion Sommer 2004 erhalten ca. 60% der Modelle das IVN-BETTER-Label (Materialien: 2...45-Doubleface, 2...92 Wollstrick, 2...97 Wolle/Baumwoll-Strick).
Seit April 2002 wird von den IVN-Mitgliedern eine Internet-Datenbank bestückt, aus welcher der interessierte Endverbraucher, über einen auf dem Label aufgedruckten Code, sämtliche ökologisch relevanten Daten des jeweiligen Produktes entnehmen kann.
Vorab-Informationen darüber, welche Materialgruppen gelabelt werden können, finden sich in den jeweiligen Orderpreislisten. Die Vergabe hängt nicht nur von der ökologischen Qualität der Produktionen ab, sondern auch von der Organisationsstruktur der an der Produktion beteiligten Unternehmen
Anfang 2001
Leider
waren die organisatorischen Voraussetzungen zur Labelvergabe von Betrieben im
Bereich der DOB, u.a durch den schnellen Kollektionswechsel (2-4 mal jährlich
wechselnde Kollektionen) bis Sommer 2001 relativ schwierig zu erfüllen, auch wenn die
Produktion seit langem AKN/IVN-konform abgewickelt wurde.
Consequent ist seit April 2001 von der unabhängigen Organisation „Institut für Marktökologie“ (IMO)/Schweiz zertifiziert (Betriebsnummer 2013). Dabei wurde überprüft, dass der Betrieb in der Lage ist nach IVN-Richtlinien zu produzieren, bei späteren Überprüfungen wird der Warenfluss für die gelabelten Produkte verifiziert. Eine stichprobenartige Kontrolle des Endproduktes findet durch eine Untersuchung des Eco-Instituts Köln statt.
Erstmalig zur Winterkollektion 2001 wurde für die Produktgruppe Merinowollstrick (interne Nummer 1...92) das IVN-Label „BETTER“ vergeben. Mengenmäßig entspricht diese Produktgruppe ca. 40% der gesamten Winterproduktion.

(ab Februar 1999)
Der"Intern. Verband der Naturtextilwirtschaft e.V."(IVN)
Der Int. Verband der Naturtextilwirtschaft ist eine Allianz von führenden Akteuren der Naturtextilbranche und ist im Januar 1999 im Rahmen der Ökotex in Wiesbaden gegründet worden. Er umfaßt Vorstufen (Fasergewinnung, Spinnereien, Webereien, Ausrüstungsbetriebe), Textilhersteller sowie den Fachversand und Facheinzelhandel. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Versender Alb Natur, Hess Natur, Köppel, Maas, Panda und Waschbär sowie Vorstufen wie BollerWinkler oder Hersteller wie Consequent, Engel oder Living Crafts.
Dieser Verband entspricht vom Start mit rund 60 Mitgliedern einer Wirtschaftskraft von mehr als einer halben Milliarde Umsatz. Heute (04/99) sind bereits mehr als 25 Unternehmen dazugekommen. Er ist offen für alle Unternehmen, die einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten im Naturtextilbereich haben.
Hauptziele sind:
1. Vertretung der Mitglieder gegenüber Gesetzgeber, Institutionen und Öffentlichkeit
2. Schaffung von mehr Transparenz für den Verbraucher durch Information
3. Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitgliedsunternehmen
4. Verstärkte Nutzung von Synergiepotentialen innerhalb des Naturtextilsektors
Als ein wesentliches Arbeitsinstrument bedient sich der Int. Verband der Naturtextilwirtschaft Richtlinien, die auf den bisher am Markt befindlichen Kriterienkatalogen (AKN, IFOAM, Demeter, etc.) basieren. Diese Richtlinien geben allen am Wirtschaftsprozess beteiligten Akteuren klare Maßgaben hinsichtlich aller Prozesse entlang der textilen Kette - von der Fasergewinnung bis hin zum Gebrauch der Textilien: dieses in technischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Ebenso werden klare Vorgaben zur Minimierung des Ressourcenverbrauchs bei Erhaltung der Qualität und Integrität der Naturfasern gemacht. Dies vor dem Hintergrund der internationalen Anwendbarkeit der Richtlinien und der Umsetzbarkeit dieser Vorgaben in Produkte mit gutem Gebrauchs- und Pflegeeigenschaften.
Es wurde geplant zwei einheitliche Label zu entwickeln. Diese Textillabel können direkt am Produkt angebracht werden. Die Label werden, je nach ökologischer Qualität, vergeben. Der undurchschaubaren Vielfalt von nicht überprüfbaren "Öko-Labeln" wird damit ein Ende gesetzt. Der Endverbraucher hat somit eine direkte Kontrolle über den ökologischen Wert des Endproduktes. (siehe auch Pressemitteilung des BIFAU)
Infos zum I V N erhalten Sie vom:
I V N
Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.
Geschäftsstelle
Haussmannstraße 1
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 232 752
Fax: 0711 232 755
(1998 bis 1999)
Der"Arbeitskreis Naturtextil e.V."(A K N)
Der A K N ist war einZusammenschluß von zuletzt 16 Textilproduzenten die sich verpflichtet haben die weitgehenden, in Zusammenarbeit mit dem eco-Umweltinstitut erarbeiteten Qualitätsrichtlinien einzuhalten.
Die der Produktion zu Grunde liegenden Richtlinien beschränken sich nicht nur auf das Endprodukt wie andere Label (z.B. Ökotex Standard 100) sondern beziehen den gesamten Produktionsprozess mit ein. Im Einzelnen sind dies:
Anfang Januar 1999 hat sich der AKN einstimmig aufgelöst um im Anschluß daran den "Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V." I V N zu gründen. Dieser wird nun, als mitgliederstarker Berufsverband mit einer Wirtschaftskraft von mehr als einer halben Milliarde DM auftreten können und als Berufsverband die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Öffentlichkeit, Gesetzgeber und Endverbraucher vertreten. Als wichtigstes primäres Ziel haben sich die, mittlerweile über 80 Mitglieder die Schaffung eines Labelsystems, basierend auf den AKN-Richtlinien, gesetzt.
am Anfang war (nur) der Idealismus
Consequent garantiert für alle seine Modelle:
Naturbelassenheit der Rohstoffe!
Für Consequent-Naturtextilien werden Baumwoll-, Seiden-, Leinen- , Wollgewebe, edle Leinenjerseys, Baumwoll-Leinenjersey und Baumwollwirkware verarbeitet. Beim Einkauf der Rohstoffe achten wir auf absolute Naturbelassenheit und halten Transportwege so kurz als möglich. Auswahl natürlicher, möglichst umweltbewußt hergestellte Hilfsmittel! Das beinhaltet neben den sichtbaren Hilfsmitteln wie Knöpfen, Nähgarn usw. , die gesamte Palette firmeninterner Verbrauchsmaterialien, auch Verpackungen, Papiere und ähnliches.
Consequent-Naturtextilien werden konsequent nach natürlich-ökologischen Gesichtspunkten gefertigt selbstverständlich erstreckt sich diese Konsequenz auch auf alle Ausrüstungschemikalien. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Chemikalien, die zum Ausrüsten verwendet werden, hochtoxisch sein und eine Allergieauslösende Wirkung auf den Organismus haben können. So gut wie alle im normalen Handel erhältlichen "100% reinen Naturfasern" sind dazu mit den unterschiedlichsten Chemikalien imprägniert! Hauptbestandteil, aber nicht der giftigste Stoff, dieser Kunstharzausrüstungen ist Formaldehyd.
Ein Einfärben zelluloser Fasern wie Baumwolle oder Leinen mit Farbstoffen pflanzlichen Ursprungs ist leider kaum machbar, da die reaktionsträge zellulose Faserstruktur Pflanzenfarbstoffe nur unzureichend aufnimmt und bindet. Schlechte Wasch- und Lichtechtheiten sind hier die Folge!
Bei Eiweißfasern wie Wolle oder Seide ist eine Einfärbung mit planzlichen "Drogen" zwar möglich, jedoch ist sie, unserer Einschätzung nach, wegen des enorm hohen Materialeinsatzes und den hohen Kosten durch "Handfärbung" zur Zeit nicht einsetzbar. An einer industriellen Umsetzung des "Pflanzenfärbens" wird zur Zeit gearbeitet.
Wir benutzen Farbstoffe die, nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung, im Hinblick auf Giftigkeit, Umweltverträglichkeit, Abrieb- und Lichtechtheit günstigste Alternative darstellen. Auch enthalten unsere Farbstoffe nicht die, als krebserregend erkannten Amine (Benzidin-Gruppe u.ä.) , die in Deutschland seit längerem verboten sind. Nur in importierten Kleidungsstücken aus "Dritte-Welt-Ländern" mit unzureichenden ökologischen Kontrollsystemen werden heute noch diese extrem giftigen Farbstoff-Spaltprodukte nachgewiesen. Unsere Farbstoffe sind Schwermetallfrei. Wir lassen in Betrieben ausrüsten die sich in der Entwicklung von ökologisch optimierten Ausrüstungsprozessen mit hochmodernen Anlagen einen Namen gemacht haben. Diese Betriebe benutzen nur Chemikalien die durch die Richtlinien des Arbeitskreis Naturtextil e.V. bzw. nach denen des IVN zulässig sind.
Unsere Arbeit hatte nie zum Ziel "nur Umsätze zu machen", wir begannen Sie mit viel Idealismus und haben uns diesen bis heute bewahrt. Wichtiger Bestandteil unserer Umwelt sind unsere Mitmenschen. Für beide, dingliche und menschliche Umwelt haben wir eine Verantwortung zu übernehmen. Wir nutzen nicht das niedrige Lohnniveau in "Billiglohn"-Ländern aus. Bedenken Sie: In Fernost sind teilweise Tageslohnsätze von 40 Cent üblich - Kinderarbeit ist an der Tagesordnung. Diese Kinder werden damit nicht nur unmenschlich ausgebeutet, sie nehmen den Erwachsenen auch die Arbeitsplätze und bringen sich selbst um Ausbildung und somit um Ihre Zukunft. Wie viele, auf Dauer extrem billige Kleidungsstücke im Handel sind unter Ausnutzung von Kinderarbeit hergestellt worden? Auf Inseln in der Karibik, in regelrechten "Nähbatterien", arbeiten aus Fernost herangeschaffte Frauen für solchen Hungerlohn für namhafte Textilhersteller. Diese Inselgruppen gehören teilweise zu den Vereinigten Staaten von Amerika, ihre Produkte können den Ursprung "made in USA" tragen! Wann hören wir damit auf, andere Menschen in Sklaverei und Armut zu halten nur um unseren Luxus möglichst billig zu befriedigen ? Consequent bietet in strukturschwachen Regionen Europas, Mitarbeitern sichere, attraktive Arbeitsplätze. Alle Betriebe die an der Produktion von Consequent Produkten arbeiten halten die Sozialstandards des IVN (siehe Zertifikate) ein. Diese Bestimmungen, die angelehnt sind an die von der ILO (International labour organisation) entwickelten Standards garantieren den Arbeitnehmern Mindestanforderungen an Menschenwürde und Selbstorganisation. Sie garantieren weiterhin landestypische Löhne und soziale Absicherung. Consequent Modelle werden in modernen osteuropäischen Konfektionsbetrieben gefertigt
Das Design:
Schlichte Eleganz - Ein edles, dennoch zeitloses Design, alle Modelle harmonisch für einander entworfen und dadurch fast uneingeschränkt kombinierbar, die Farben harmonisch aufeinander abgestimmt. Wir entwickeln jährlich vier in sich geschlossene Kollektionen, deren Modelle jedoch nicht nach einer kurzen Zeit "unmodisch" werden.
Wir schaffen so exclusive Individualität für Menschen, die neben dem Bewußtsein etwas für die Umwelt tun zu müssen auch chic und elegant gekleidet sein wollen.
Die Moral:
Für uns ist ökologisches Handeln in erster Linie eine moralische Angelegenheit. Um dieser unserer Firmenphilosophie eine wissenschaftliche Untermauerung zu geben, sind wir seit der Frühjahreskollektion 1998 Vollmitglied im "Arbeitskreis Naturtextil e.V.", seit Frühjahr 1999 Mitglied im "Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V." (IVN). Wir haben uns 1998 verpflichtet, die weltweit strengsten Richtlinien für ökologische Textilproduktion (AKN-Kriterien) einzuhalten.